Bevor ihr irgendetwas plant, ist das Hochzeitsbudget die Basis, die ihr legt. Es entscheidet, was möglich bzw. finanzierbar ist und was nicht. Es ist wichtig, dies als aller erstes festzulegen. Nicht nur, um euch selbst zu schützen und mit Kosten dazustehen, die ihr nur schwer stemmen könnt. Sondern auch um dafür zu sorgen, dass das Budget über alle Kostenpunkte nach euren Vorstellungen verteilt ist.

Zunächst setzt euch zusammen und besprecht offen, wie viel Geld ihr für eure Hochzeit ausgeben könnt und wollt. Ich kann euch an dieser Stelle beruhigen: Auch wenn ihr mit einem kleine(re)n Budget rechnet, gibt es tolle Ideen für euer Fest! Mein Blogbeitrag dazu ist bereits in der Pipeline;-) Lasst also eure Ideen nicht vom Budget einschränken.

Auch nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt quasi alles. Daher haltet euch an ein paar Eckpfeilern fest.

Wenn ihr euer gesamtes Hochzeitsbudget besprochen habt, rechnet erst mal mit 80-90%, dann habt ihr eine Reserve für alle Fälle in petto. Als zweiten Schritt erstellt euer Budget, indem ihr alle Kostenpunkte auflistet. Benutzt dazu das Budget-Helferlein, das ich nur für euch erstellt habe. Dies ist eine Stütze für euch, alles im Überblick zu haben, was auf euch zukommen könnte. Das heisst nicht, dass ihr alles braucht, was auf der Liste steht. Was ihr auf der Liste nicht benötigt, streicht ihr einfach raus. Mit diesem Tool habt ihr eure Kosten stets im Überblick.

Wichtig an dieser Stelle, überlegt euch, wie viel Gäste ihr einladen wollt. Pro Gast solltet ihr bei einem mittleren Budget mit folgenden Kosten pro Person rechnen:

Deutschland und Österreich:             ca. € 100 / Gast
Schweiz:                                                     ca. CHF 150-200 / Gast

Diese Kosten beinhalten alle personenbezogenen Ausgaben wie Essen, Getränke, Papeterie und Gast-Gadgets .

Ihr könnt euch jetzt vorstellen, wie schnell das Budget steigt, lädt man alle Arbeits- und Vereinskollegen auch mit ein. Überlegt euch, ob ihr einige einfach zum Apéro nach der Trauung einladet und den Kreis zur eigentlichen Feier eurem Budget nach anpasst.

Nun noch ein paar Sätze zur Verteilung der einzelnen Budgetposten. Da haben Hochzeitsmagazine und andere Blogs verschiedene Ansätze. Der folgende Ansatz beispielsweise ist aus der Weddingstyle. Sie rechnen mit 90% des Budgets und halten 10% als Reserve.

  • Hochzeitsfeier: 50%
  • Braut: 13%
  • Bräutigam: 7%
  • Ringe: 10%
  • Sonstiges: 10% (hierzu zählt die Papeterie, Gebühren für Ämter oder Ausweise)

Nun ja, ganz ehrlich: Meine Verteilung wär das nicht. Und deshalb ist es mir wichtig zu erwähnen, dass dies für euch nur als Anhaltspunkt gelten soll. Ihr sollt eure eigene Verteilung nach euren Wünschen und Ideen finden. Wichtig, ist, dass es für euch stimmt.

Setzt euren Fokus selbst: Wo wollt ihr mehr investieren? Wo weniger? Tragt dazu eure Zahlen in das Excel-Template ein und verfolgt so, in welchem Sektor ihr mehr oder weniger als geplant ausgegeben habt und in welchen Sektor ihr dieses Budget umverteilen könnt.

So und jetzt, auf in die Hochzeitsbudget-Planung…