Warum ich euch im Zusammenhang mit eurer Hochzeitsplanung etwas über meinen 30-igsten berichten möchte? Ganz einfach, weil ich genau wie ihr vor einem Fest stand und mir überlegen musste: Wie wird es das schönste und genialste Fest des Universums, das 100 % zu mir passt?! Ja, ich gebe zu, ich habe hohe Erwartungen! Es muss das schönste und genialste Fest des Universums werden… aber natürlich meines Universums. Und damit bin ich wieder bei der wichtigsten Zutat für eure Hochzeitsplanung und eurer Feier: dem individuellen Charakter.

Wie ich vorgegangen bin, meinen Stil zu finden und auf das Fest zu übertragen, ist in fünf Schritten erklärt:

  1. Budget: Auch mein Universum hat Grenzen, zumindest was das finanzielle angeht. Also zu aller erst eine Excel erstellt, alle Kostenpunkte aufgelistet und fertig.
  2. Location: Am See oder in der Stadt? Ich habe mir echt ein paar Locations angeschaut und hin und herüberlegt. Errätst du, wo ich am Ende gefeiert habe? Auf der Dachterrasse bei mir zu Hause. Und warum: Weil es da für mich am besten gepasst hat. Ich habe mir bewusstgemacht, was für ein Fest ich haben möchte und womit ich mich am wohlsten fühle. Wo wollt ihr als Paar heiraten? Probiert doch mal den Stil-Konfigurator auf meiner Website!
  3. Farbwahl: Ich kann nicht anders, aber bei mir «muss» alles aus einem Guss sein. Also nichts wie ran an das Konzept: Das umfasst zunächst die Farbwahl, welche wichtig ist für eine Hochzeitsplanung mit rotem Faden, und die Ideen der Einladungs-Papeterie. Und schon konnte das Save-The-Date verschickt werden.
  4. Konzept: Weiter ging es in grossen Schritten. Nur noch ein paar Wochen bis zum Fest. Zeit für Gedanken rund um das Essen, die Deko und den Aufbau: Meine Freunde kennen das von mir, ich plane alles eeewig im Voraus. Das warum ist einfach beantwortet: Weil man zum Schluss einfach immer noch ein wenig in Zeitnot kommt. Das Leben kommt dazwischen und der Plan, den man hatte, geht am Ende einfach nie 100% auf. Daher einer meiner Top 5 Ratschläge an euch: Gebt euch die Zeit! Wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben!Aber wie bin ich nun vorgegangen? Mit dem Farb- und Stilkonzept im Hinterkopf ging es an die Detailplanung:
  • Essen: Bislang habe ich immer alles selbst vorbereitet, aber dieses Mal engagierte ich einen Caterer, damit ich nicht in der Küche stehen musste. Für mich war dies ein Geschenk an mich selbst. Somit blieb mir bei der Feier viel mehr Zeit für meine Freunde! Bei der Suche war es wichtig, nicht irgendeinen Caterer zu finden, sondern einen Anbieter, der meinen Vorstellungen entspricht. Dazu habe ich mir deren Stil auf Bilder zeigen lassen.
  • Getränke: Falls ihr Location mit Küche und Service habt, könnt ihr die Mengenschätzung problemlos den Profis überlassen. Plant ihr allerdings selbst, ist die Getränkeplanung meist etwas knifflig. Geht nach den folgenden Punkten vor:
    • Überlegt euch, was ihr alles anbieten möchtet. Nehmt Drinks, die zu euch passen und die eure Geschichte erzählen. Ich habe beispielsweise meine 3 Lieblings-Cocktails auf die Karte gesetzt. Dazu Bier, Wein und Wasser, fertig!Tipp: Reduziert die Getränkekarte – ihr müsst nicht von allem alles haben, sondern eine gute Mischung aus alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken.
    • Lasst euch die Gästezahl bestätigen
    • Geht die Gäste durch und überlegt euch, wer wie viel von was trinkt. Männliche Gäste nehmen tendenziell als Apéro lieber ein Bier statt Wein oder Prosecco, und umgekehrt. Rechnet das auf die gesamte Gästezahl hoch!
  • Dekoration: Um dahinzukommen, wie ich es wollte, habe ich eine einfache Methode angewendet: Ich habe mich in die Mitte meiner Location gesetzt, die Augen geschlossen und mir die Zukunft vorgestellt.. Etwas was man gar nicht oder zu wenig macht. Man schmeisst sich meist sofort in die Dekosuche und verliert seinen roten Faden, weil man einfach sooo viel Wahlmöglichkeiten hat.Mein Tipp: Besichtigt eure Location, nehmt euch 5 Minuten zu zweit, setzt euch hin und versetzt euch an den Tag an dem ihr beide hier steht: Seht ihr die Anordnung der Tische und Art der Dekoration? Schreibt diese Ideen auf und geht anschliessend auf Ideensuche. Hierfür ist Pinterest einfach genial! Denkt gross, denkt weit. Dann konkretisiert eure Ideen heraus und bleibt eurem Farbstil treu! Mehr zu der Must/Should/Could Methode lest ihr hier.Nachdem ich meine Ideen zusammen hatte, habe mich mit Tania von Bits&Bobs in Zürich (http://bits-and-bobs.ch) zusammengesetzt. Ich wusste, welche Dekoration und in welcher Farbe ich diese möchte. Tania als Deko- & Einrichtungsprofi wusste, woher wir diese bekommen.
  1. Umsetzung: Food ist bestellt, die Getränke sind gekauft, die Deko ist geliefert und es heisst: Aufbauen, schmücken, dekorieren, feiern und geniessen.

Zugegeben, das war der Schnelldurchlauf. Aber es sind die wesentlichen Schritte der Eventplanung. Die, wenn du sie beherzigst, auch ganz einfach auf eure Hochzeitsplanung angewendet werden können.