Warum erzähle ich meine Geschichte?
Weil Kinder unsere Spiegelbilder sind. Sie halten uns das vor Augen, vor dem wir manchmal die Augen verschliessen. Um die beste Mama zu sein (und damit meine ich nicht perfekt), ist es wichtig mit sich im reinen zu sein. Erziehen ist ein Weg, man macht nicht alles richtig. Das wäre vermessen. Aber man kann eine gesunde Basis legen. Denn Erlebnisse aus der Vergangenheit haben uns geprägt. Bei manchen von uns mehr, bei manchen weniger. Mich hat meine Geschichte sehr geprägt, hat mich ängstlich gemacht, hat mich gelähmt. Bei mir kamen zwei Faktoren zusammen: Erstens hatte ich als Kind ein traumatisches Erlebnis (Missbrauch) und zweitens bin ich von Eltern erzogen worden, die das Glas leider immer halb leer sehen. Natürlich, sie haben ihren Rucksack und es ist ok so wie sie sind. Mit diesen zwei Themen in meinem Rucksack, hatte ich mir als Kind ein Verhalten angeeignet, welches von Distanz und Unsicherheit geprägt war. Mit den Jahren habe ich gemerkt, dass mich dieses Verhalten lähmt. Es hat mich gehindert, mein Leben in manchen Teilen in vollen Zügen zu geniessen oder das Glas halb voll zu sehen und daran zu glauben, dass es in meiner Kraft liegt es wieder ganz zu füllen. Es war aber nicht nur für mich wichtig, diese Ängste zu überwinden, um eine positivere und ruhigere Einstellung zu bekommen. Sondern auch in Bezug auf meinen Sohn. Nun steh ich in meiner Rolle als Mutter in einer anderen Verantwortung. Denn nun ist es mein Verhalten welches bestimmt, welche Einstellung mein Sohn zum Leben entwickeln wird.
Vielleicht haben ein paar von euch auch einen Rucksack, den sie einfach gern abstellen möchten. Oder manche möchten diesen Rucksack gar nicht erst öffnen. Meine Geschichte soll ermutigen genau dies zu tun. Sich einmal mit sich selbst als Individuum und in der Rolle als Mutter auseinanderzusetzen. Was würde man gern ändern? Nichts? Auch gut! Und wenn es doch etwas gibt… es ist nie zu spät, um damit zu beginnen. Und genau hier beginnt Personal Development.