Stell dir diese Situation vor:
Du stehst im Supermarkt in der (laaangen) Schlange, im Kinderwagen euer Baby/Kind. Du bist ein vom Warten schon wenig genervt und in Gedanken bist du schon auf dem Heimweg und überlegst, was du zu Hause als erstes erledigen willst. Das Baby baden, die Bolognese-Sauce aufsetzen oder doch zuerst im Kinderzimmer zusammenräumen bevor das Kleine ins Bett geht? Dann wirst du aus deinen Gedanken gerissen. Jemand tappt dir auf die Schulter. Zuerst verstört, warum man angesprochen wird schaust du in ein freundlich lachendes Gesicht, das auf eine weitere Kasse zeigt, die gerade geöffnet wird. Genau, die Person hat sich nicht einfach selbst an erster Stelle der neu geöffneten Kasse eingereiht, sondern lässt dir den Vorrang. Was für ein Gefühl löst dies in dir aus? Gute Laune! Mit einem Lächeln bedankst du dich und zahlst. Zu Hause willst du gerade durch die Haustür, du hast schliesslich immer noch viel zu tun, siehst aber in der Ferne noch deine Nachbarin, vollbepackt. Was machst du? Du gehst durch die Haustüre, denn schliesslich müsstest du warten und hast keine Zeit, sie hat ja auch einen Schlüssel. Oder hältst du inne, wartest und hältst die Tür offen. Welche Option löst erneut ein gutes Gefühl bei dir aus?
Denken wir doch mal darüber nach, wie häufig wir unsere eigenes Gefühlsleben in den Mittelpunkt stellen. Aber vergessen, dass wir doch alle am gleichen Strang ziehen. Und was passieren würde, wenn wir uns für das gute Gefühl in uns entscheiden: Eine Zufriedenheit in uns und eine Kette voller Guter-Laune-Taten, die weiter ihre Kreise zieht.